VFV DHM - Deutsche Historische Motorradmeisterschaft
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VFV – DHM auf einem guten Weg

VFV – DHM auf einem guten Weg

By In Allgemein On 19. Oktober 2018


Konsolidierung und sportliche Highlights prägten die Saison 2018

Seit den 70er Jahren ist die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft, kurz DHM, ein wichtiger Bestandteil der deutschen Motorradsportszene. Auf Initiative von Wilhelm Hertz, damals Leiter der Hockenheimring GmbH, fand am 10. Mai 1970 auf der badischen Rennstrecke ein Demonstrationslauf im Rahmen des Internationalen Maipokal Rennens statt. Das Publikum war begeistert, dass viele der Rennmaschinen wieder auf der Strecke zu bewundern waren und nicht irgendwo in einer Garage oder Scheune vor sich hin stauben. Aber man wollte mehr. Die Idee eines Wettbewerbs kam auf. Der Veteranen Fahrzeug verband nahm sich der Sache an und suchte nach einem geeigneten Modus, diesen Wettbewerb auszutragen. In der Form eines Gleichmäßigkeitswettbewerbs, dies gab es damals bereits häufiger im Ausland, sah man die geeignete Möglichkeit einen Wettbewerb auszutragen. Das Interesse daran wuchs, die Starterfelder wurden größer, so dass man einzelne Klassen einführen musste. Bis heute ist die Zahl der Klassen auf 22 angewachsen. Seit nunmehr 20 Jahren steht die DHM unter der Hoheit des DMSB und entwickelte sich zu einer echten Deutschen Meisterschaft für Solo-Rennmaschinen und Gespanne. In der jüngsten Vergangenheit geriet die DHM in unruhigere Fahrwasser, steigende Kosten gefährdeten eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Mit einer klein besetzten, aber hochmotivierten schwäbischen orientierten Organisation wurde ein Umbruch herbeigeführt. Sabine und Markus Massott, Stephan Otto, Wilfried Schmahl und Wolfgang Ziegler setzten sich das Ziel die VFV-DHM weiterzuführen und zu konsolidieren. So wurden Kosten gesenkt und unnötige Ausgaben heruntergefahren. Am Ende der Saison 2018 sei nach Aussage Wolfgang Zieglers ein ausgeglichener Stand zu verzeichnen und man habe eine gute Basis für 2019 erreicht. Nicht mehr dabei sein wird dann Rennleiterlegende Manfred Hirth, der nach jahrzehntelanger Tätigkeit in den Ruhestand geht.

Auch Sportlich verlief das Jahr 2018 positiv. Bereits die Test- und Einstellfahrten auf dem Hockenheimring verliefen trotz nicht gerade idealem Wetter sehr vielversprechend. So konnten sich die Organisatoren über einen neuen Teilnehmerrekord und eine harmonische Veranstaltung freuen. Auf dem Kalender standen sieben Veranstaltungen im In- und Ausland. Los ging es im luxemburgischen Colmar Berg mit über 240 Teilnehmern. Der nächste Wertungslauf wurde auf dem Nürburgring, der sog. Kölner Kurs, ausgetragen. Weiter ging es im Juni mit einem der Saisonhöhepunkte am Schleizer Dreieck mit einer eigenen Veranstaltung und weit über 300 Teilnehmern. Trauriger weise wurde die äußerst positive Stimmung durch den tragischen Rennunfall eines Teilnehmers getrübt. Metz, Schotten, die Hockenheim Classics mit 650 Teilnehmrn hießen die weiteren Stationen 2018. Das Finale wurde im Rahmen des Historischen Börde Grand Prix in der Motorsport Arena Oschersleben ausgetragen. Der Saisonabschluss findet am 27. Oktober mit der Siegerehrung der Meister in der Festhalle Schotten statt. Mike Nagel traf mit seiner Suzuki RGV 250 die Rundenzeiten am besten und holte sich mit 31,825 Punkten den Deutschen Meistertitel bei den Solo-Rennmaschinen. Zweiter wurde Olaf Rzepka (Kawasaki Z650) mit 38,359 Punkten vor dem Markenkollegen Karl Kennel auf einer KZ 750-R mit insgesamt 40,348 Punkten. Den Titel bei den Gespannen sicherte sich Ulrich Seubert auf Nourish-Weslake Kneeler mit 47,972 Punkten. Die nächsten Plätze der Meisterschaftswertung waren fest in BMW Händen. Bernd Albert (BMW R50/2) und Heiko Klink (BMW R51-3) holten sich mit 53,949 bzw. 57,842 Punkten die Plätze zwei und drei. Unterm Strich darf man am Ende der Saison zufrieden sein. Die Zielsetzung die VFV DHM zu konsolidieren und weiterzuführen wurde umgesetzt, die Stimmung bei den einzelnen Veranstaltungen war gut und die Zahl der Teilnehmer ist gestiegen. Eine gute Basis für eine erfolgreiche Saison 2019.

arpReadktionsbüro


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